Es ist dieser Moment am Bahnsteig in Westerland, den jeder Sylter kennt: Der Zug sollte längst da sein, die Tafel flackert, und irgendwo zwischen Hoffnung und Resignation stellt man den Rucksack ab. Diesen Sommer wird dieser Moment zum Dauerzustand. Vom 18. Juli bis 20. August baut die Bahn im Knoten Hamburg – und die Marschbahn zahlt die Rechnung.
Die Reise, die in Pinneberg endet
Für Urlauberinnen und Urlauber Richtung Hamburg heißt es künftig: raus in Pinneberg, rein in die S-Bahn. Der RE 6 wendet dort mehrheitlich, ehe er die Hansestadt erreicht. Für die Insel-Pendler ändert sich weniger – sie steigen längst vorher aus. Aber das Bild bleibt: Menschen mit Strandmuschel und Koffer, die sich in einen ohnehin verkürzten Zug quetschen, Schulter an Schulter, während draußen der Sommer vorbeizieht.
Zwei von acht – und Westerland bleibt außen vor
Im Fernverkehr wird es still: Nur zwei von acht Zugpaaren rollen noch zwischen Kiel und Hamburg. Die Halte in Husum, Niebüll und Westerland entfallen. Und weil Westerland Endbahnhof ist, rauscht hier kein Zug vorbei – er kommt einfach nicht. Salz, Sand und unendliche Geduld: das Rezept dieser Insel. Neu ist nur, dass es diesmal offiziell im Fahrplan steht.
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