Es begann, wie so viele Pokalgeschichten beginnen: mit einem Kreis, einem Schwur und dem festen Glauben, dass heute etwas Großes möglich sei. Der frisch gebackene Meister Team Sylt hatte sich eingeschworen. Was dann folgte, war eine Geschichte, die sich schneller schrieb, als den Syltern lieb war.
Kapitel eins: die Hoffnung Noch gehörte die erste Szene den Gastgebern – Ahmadi, ein Freistoß aus 23 Metern, knapp über die Latte. 65 Zuschauer hielten kurz den Atem an. Es sollte der schönste Moment des Nachmittags bleiben.
Kapitel zwei: der Absturz Denn die SG Oldenswort-Witzwort, Fünfter der Kreisliga West, kannte kein Erbarmen. Über die Flügel zerlegte sie die Sylter Abwehr, nach acht Minuten stand es 0:3. Mittendrin ein Mann wie aus einem Fußball-Märchen der anderen Sorte: Maurice Reiners, 37, der in der Liga fast jedes dritte Tor seines Teams schießt. Und als sich Team Sylt kurz aufbäumte und E. Shaqiri zwei Chancen liegen ließ, kam der Blackout: drei Gegentore zwischen der 39. und 45. Minute, Keeper Marlon Morgenroth chancenlos, 0:6 zur Pause.
Kapitel drei: der raue Ton Die zweite Halbzeit brachte einen Fünffach-Wechsel, etwas Stabilität durch Sebastian Sucic und L. Clausen im Tor – und viel Reibung. Ein Brustschubser gegen Rohulla Ahmadi kostete nur Gelb, Dominik Fischer dagegen sah glatt Rot. Den Schlusspunkt setzte, natürlich, Reiners: 0:7 in der 57. Minute.
Das Ende der Geschichte – und ein neuer Anfang Die eigentliche Pointe steht abseits des Ergebnisses: Vier, die gehen. Mahdi Ahmadi zur Oberliga, Randy Bonsu nach Lindholm, Idrissa Nala ausgerechnet nach Niebüll, und vielleicht Amir Ahmadi im Oktober. So endet die eine Geschichte – und die vom Umbruch beginnt.
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