Alle Beiträge von Alex Lenz

Redakteur bei Sylt Stories, Sylt1 TV und Sylt Tv

Der Esel in Kampen: Eine Galerie folgt eigenen Wegen

In Kampen, wenige Meter vom monänen Strönwai entfernt, wohnt ein kleiner Gegenpol. In einem denkmalgeschützten Friesenhaus – Adresse: Alte Dorfstraße 2 – hat die Galerie Esel seit April 2022 eine Heimat gefunden, die unverwechselbarer nicht sein könnte. Avantgardistischer Schmuck, handgefertigte Kunstobjekte, eine reetgedeckte Decke und der Geist einer Kamper Legende.

Die Geschichte beginnt bei einem Mittagessen. Alexander Hornemann, Sohn des Goldschmieds Georg Hornemann, sitzt mit Jenny Zimmerer-Röseler im Restaurant. Gegenüber: ein leeres Eckhaus. Idee, Handschlag, Entschluss – alles an einem Nachmittag. Wenige Monate später öffnete die Galerie Esel ihre Türen.

Was hier gezeigt wird, trägt das Signum eines Hauses, das seit den späten 1960er-Jahren internationale Maßstäbe setzt: Das Atelier Georg Hornemann hat in fünf Jahrzehnten nahezu alle bedeutenden Auszeichnungen für Schmuckgestaltung gewonnen. Weitere Standorte befinden sich auf der Königsallee in Düsseldorf und am Kurfürstendamm in Berlin. In Kampen präsentiert das Atelier eine ganzjährig wechselnde Kollektion – immer handgefertigt, immer unverwechselbar.

Das Gebäude selbst ist Ausstellungsraum und Kunstwerk zugleich. Statt Vitrinen schweben reetgedeckte Glaskuben von der Decke. Leuchtturm-Lampen aus Bronze, entstanden in Zusammenarbeit mit der Bildhauerin Olivia Berckemeyer, empfangen die Besucher am Eingang. Man ist sofort nah am Objekt – nah an der Handarbeit, nah am Material.

Der Name ist kein Zufall. Der Esel erinnert an den Ziegenstall von Valeska Gert – das Kultlokal, das die Außenseiter-Künstlerin 1951 in Kampens Dorfmitte eröffnete, mit Melkschämeln statt Barhocker. Dieser Geist des Unbeirrbaren lebt in der Galerie Esel weiter – mit derselben Haltung: Ich weiß, wer ich bin. Und ich lasse mich von niemandem davon abbringen.

GALERIE ESEL · Alte Dorfstraße 2, 25999 Kampen · Mo–Sa 11–18 Uhr · post@eselgalerie.de · +49 4651 2009650 · www.eselgalerie.de

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Buchtipp: Söl. Ich. – Ein Geständnis der Insel Sylt. Von Alex Lenz, fotografiert von Nick Bosch, illustriert von Lotte Dänner. Das Buch führt an 99 Orte auf Sylt – vom Ellenbogen bis Hörnum, von der Blidselbucht bis zum Friedhof der Heimatlosen. Kein Reiseführer – ein Geständnis. 19,90 Euro, Subskriptionspreis. Jetzt bestellen: sylt1shop.de

Schienenchaos Sylt: Was Pendler jetzt wissen müssen

Eine kaputte Weiche in Klanxbüll hält den Bahnverkehr nach Sylt in Atem. Am Dienstag fallen erneut mehrere Züge aus – rund 4.000 tägliche Pendler sind direkt betroffen.

Die Marschbahn, die einzige direkte Bahnverbindung zwischen dem Festland und der Insel Sylt, kämpft seit dem Wochenanfang mit einem schwerwiegenden technischen Problem. In Klanxbüll, wo die Trasse am engsten wird, hat eine defekte Weiche den gesamten Betrieb aus dem Takt gebracht. Nur ein einziges Gleis ist noch nutzbar – und das reicht bei weitem nicht aus, um den täglichen Verkehr abzuwickeln.

Die Folge: Ein stundenlanger Kollaps in beide Richtungen. Die Deutsche Bahn hat am Dienstagmorgen folgende Züge von Klanxbüll nach Westerland gestrichen:

  • 05:41 Uhr
  • 06:41 Uhr
  • 07:41 Uhr
  • 08:41 Uhr
  • 09:41 Uhr

Das sind fünf aufeinanderfolgende Stunden ohne planmäßige Verbindung – ein logistischer Albtraum für all jene, die Sylt morgens für die Arbeit erreichen müssen. Denn die Insel zieht täglich bis zu 4.000 Pendler an, die auf zuverlässige Züge angewiesen sind.

Auch Autofahrer kommen nicht ungeschoren davon: Der Sylt Shuttle sowie der Blaue Autozug operieren derzeit ebenfalls nicht nach Plan. Wer sein Auto transportieren lassen möchte, braucht viel Geduld und sollte den aktuellen Status vorher prüfen.

Wer kann, sollte die Reise auf den späten Nachmittag oder Abend verschieben. Aktuelle Informationen gibt es im DB Navigator. Für weitere Sylt-Nachrichten: sylt1.tv und sylttv.de.

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7:08 Uhr, Klanxbüll: Eine Weiche und das Ende des geregelten Pendleralltags

Es ist Montag, 22. Juni 2026. Irgendjemand steht gerade am Bahnsteig in Klanxbüll. Er steht schon eine Weile. Sein Zug fährt um 7:11 Uhr — einer von drei, die heute noch fahren. Die anderen sind ausgefallen. Eine Weiche auf der Marschbahn ist defekt. Seit Donnerstag.

So klingt das in der Praxis

Von Klanxbüll Richtung Sylt: 7:11, 8:11, 9:11. Mehr nicht. Von Westerland aufs Festland: 8:20 Uhr. Wer danach fahren muss, wartet — auf einen Zug, der vielleicht kommt, vielleicht nicht, und wenn doch, dann so voll ist, dass man sich fragt, ob die Klimaanlage heute ihren Dienst tut. Es ist Juni. Die Antwort lässt sich erahnen.

Rund 4.000 Menschen pendeln täglich zwischen der Insel und dem Festland. An Tagen wie diesem teilen sie sich ein oder zwei Züge. Was dabei entsteht, klingt nach Großstadtmetro — ist aber die Marschbahn in Schleswig-Holstein, wo eine einzelne defekte Weiche genügt, um eine ganze Insel vom Rest der Welt abzuschneiden.

Donnerstag, Freitag, Montag

Das Bemerkenswerte ist nicht der Ausfall. Ausfälle gibt es. Das Bemerkenswerte ist die Wiederholung: Donnerstag massive Beeinträchtigungen, Freitag dasselbe, jetzt Montag. Eine Weiche. Drei Tage. Kein Ende kommuniziert. Für jeden, dessen Arbeit auf der Insel darauf angewiesen ist, dass er morgens ankommt — Küche, Pflege, Handwerk — ist das kein Betriebsausfall. Das ist der Berufsalltag, der sich in Luft auflöst.

Die Bahn werde intensiv an der Lösung arbeiten. Das ist das, was man in solchen Momenten hört. Der Mann am Bahnsteig in Klanxbüll hört es auch. Er schaut auf die Uhr. Es ist 7:08 Uhr. Noch drei Minuten.

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Das lange Warten: Wie Team Sylt Meister der KKB Nord wurde

Es gibt Abende auf Sylt, die man nicht plant — man erlebt sie einfach. Dieser hier fand allerdings in Husum statt, am 19. Juni 2026, bei gut 30 Grad und Anpfiff kurz nach halb acht. Was folgte, war kein gewöhnliches Fußballspiel. Es war eine Geschichte in drei Teilen, mit einem offenen Ende — das erst zwei Tage später geschrieben wurde.

Der schlechte Anfang

Team Sylt kommt nicht an. Sarah Henningsen, Stürmerin des Husumer SV, trifft in der 15. und 16. Minute — 2:0. Die Sylterinnen stehen da, als hätten sie den Abend noch nicht richtig begonnen. Dann, langsam, findet Laetitia Mikolassek ihren Rhythmus. 2:1. 2:2. 2:3, Elfmeter, kalt verwandelt. Führung. Aber Husum gibt nicht nach: Hanna Lotta Maria Bachrodt gleicht in der dritten Minute der Nachspielzeit aus — 3:3. Der erste Teil endet ohne Sieger.

Das Zwischenspiel

Nach der Pause läuft es besser. Mikolassek trifft zum 3:4, Husum gleicht aus (4:4), Mikolassek trifft zweimal in zwei Minuten (4:6). Carla Oliete Lindemann-Rathjen erhöht auf 4:7. Mikolassek auf 4:8. Vier Tore Vorsprung, die Partie scheint gelaufen. Dann, in der 80. Minute, beginnt Husum zu glauben. Drei Treffer in sechs Minuten — 7:8. Die letzten Momente gehören den Nerven. Bis Mikolassek in der ersten Minute der Nachspielzeit das 7:9 setzt und damit den Abend beendet. Ihr achtes Tor dieses Abends.

Das Warten

Nach dem Abpfiff weiß man noch nichts. Team Sylt und TSV Stedesand liegen punktgleich. Das Spiel gegen TSB Flensburg wurde abgesagt — die Sylterinnen haben ihre Saison beendet. Stedesand spielt am Sonntag. Um die Tordifferenz von Team Sylt (51:26) noch einzuholen, bräuchte Stedesand einen Sieg mit rund 15 Toren Unterschied. Am Sonntag gewinnt Stedesand 2:0.

Team Sylt ist Meister der KKB Nord. Das Ergebnis des Wartens: ein Titel, 29 Saisontore von Laetitia Mikolassek — Torschützenkönigin der Liga — und die Gewissheit, dass auf dieser Insel etwas gewachsen ist, das Aufmerksamkeit verdient.

Was bleibt

Einen Aufstieg gibt es in dieser Spielklasse, der KKB Nord als 7er-Liga, nicht automatisch. Wie es weitergeht, entscheiden die kommenden Monate. Zur nächsten Saison will offenbar der SC Norddörfer eine Damenmannschaft melden — noch Gerücht, aber ein hartnäckiges. Ob das den Frauenfußball auf der Insel stärkt oder die Kräfte teilt, wird sich zeigen. An diesem Sonntag zählt erst einmal nur das: Team Sylt, Meister 2026.

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Sieben Tage, sieben Teller: Takashi Yamamoto findet sich in Keitum

Takashi Yamamoto ist Schriftsteller. Sein letzter Roman wurde in Japan 80.000 Mal verkauft, in Deutschland 312 Mal. Er ist trotzdem hierhergekommen — nach Keitum, nach Sylt. Er sagt, ein Schriftsteller, der noch nie vor der Nordsee gesessen hat, ist kein vollständiger Mensch. Was sicher stimmt: Der Mittagstisch bei Edeka Johannsen in Keitum wird sein nächstes Buch retten. Die Woche: 22. bis 27. Juni 2026.


Kapitel 1 — Montag: Der Leberkäse

Leberkäse mit Sauerkraut & Püree · 9,90 €

Takashi öffnet sein schwarzes Notizbuch und schreibt: „Leberkäse. Weder Leber noch Käse. Deutschland lügt bei den Namen — aber nie beim Essen.“ Er nimmt den ersten Bissen. Stille. Dann schreibt er drei Seiten am Stück. Das Püree, sagt er später, habe die Konsistenz eines guten Satzes. Das Sauerkraut die Wirkung eines Kommas, das alles verändert. Er gibt dem Montag eine 9 von 10 und fragt den Koch nach dem Rezept. Der Koch lacht. Takashi schreibt das Lachen als Fußnote.


Kapitel 2 — Dienstag: Die Paprika

Hausgemachte gefüllte Paprika mit Tomatensauce & Kräuterreis · 8,90 €

„Eine Paprika als Gefäß für Gedanken“, schreibt Takashi ins Notizbuch. „Auch ein Roman ist nur ein Gefäß. Was zählt, ist die Füllung.“ Die hausgemachte gefüllte Paprika mit tiefer Tomatensauce bekommt einen eigenen Abschnitt in seinem Manuskript. Den Kräuterreis nennt er „einen Brief aus der Heimat, handgeschrieben, aber mit fremder Handschrift“. Er bestellt einen Nachschlag Sauce. Die Bedienung schaut ihn an. Er schreibt das ebenfalls auf.


Kapitel 3 — Mittwoch: Das Schnitzel

Schweineschnitzel mit Champignonsauce & Bratkartoffeln · 9,90 €

Takashi fotografiert das Schnitzel sechzehn Mal aus verschiedenen Winkeln. „Das Schnitzel“, schreibt er, „ist Perfektion in flacher Form. Wie ein gutes Haiku: kurz, klar, unvergesslich.“ Die Champignonsauce bezeichnet er als „Umami, das Europa nicht weiß, dass es ihn besitzt“. Die Bratkartoffeln werden zur Metapher für Beständigkeit — diese kleinen gebräunten Kissen, die einfach da sind und das auch bleiben. Sein bestes Kapitel dieser Reise entsteht am Mittwochnachmittag im Zimmer, mit vollem Bauch und offenem Fenster.


Kapitel 4 — Donnerstag: Die Roulade

Hausgemachte Rinderroulade mit gestovten Bohnen & Salzkartoffeln · 13,50 €

„Sie haben das Fleisch gerollt wie ein Maki-Sushi“, schreibt Takashi. „Aber größer. Ehrgeiziger. Europäischer.“ Die Rinderroulade ist das teuerste Gericht der Woche und das komplexeste Kapitel seines Buches. Er fragt nach dem Wort „stoven“ und notiert es sofort: langsam, liebevoll, mit Butter. Das wird ein Unterkapitel. Die Salzkartoffeln: schlicht, ehrlich, respektvoll — drei Adjektive, die er sich auch für seinen Protagonisten wünscht. Er bezahlt 13,50 Euro und fühlt, als habe er ein Geheimnis gelernt.


Kapitel 5 — Freitag: Der Fisch

Fangfrischer Angeldorsch mit Sellerie-Kartoffelpüree & Zitronenbutter · 12,90 €

Takashi liest die Karte dreimal. „Fangfrisch“, sagt er laut. „Das ist ein Versprechen.“ Er setzt sich ans Fenster. Der Dorsch kommt: weiß, zart, mit Zitronenbutter und Sellerie-Kartoffelpüree. Takashi legt den Stift weg. Er isst ohne Notizen. Das passiert selten. „Manche Dinge“, schreibt er danach, „lassen sich nur schweigend erleben.“ Für 12,90 Euro bekommt er das beste Kapitel des Buches — das sich von selbst geschrieben hat, während er kaute.


Kapitel 6 — Samstag: Der Eintopf

Linsen-Eintopf mit Einlage · 5,90 €

Der letzte Tag. Takashi sitzt am selben Fenster wie am Freitag. Er schaut lange in den Teller. „Ein Eintopf“, schreibt er schließlich, „lügt nie. Er sagt: Ich bin warm. Ich bin da. Ich habe Zeit.“ Das Würstchen schwimmt in der Mitte. Er nennt es den Protagonisten. Er zahlt 5,90 Euro, klappt das Notizbuch zu und denkt: Das Buch ist fertig. Es heißt Keitum. Er schaut auf die Straße draußen. Die Nordsee ist nicht zu sehen, aber er spürt sie.


Die Stammbesetzung — täglich verfügbar

Nudeln Bolognese (7,50 €), Chili con Carne (7,50 €), Rindergulasch (9,50 €)

Takashi nennt die täglichen Gerichte „das Stamm-Ensemble eines guten Theaters: verlässlich, professionell, immer da, wenn man sie braucht.“ Das Rindergulasch ist sein persönlicher Favorit. Es riecht, wenn man reinkommt, schon von der Tür. Er schreibt: „Das ist kein Zufall. Das ist Dramaturgie.“


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Ein Sommertag auf Sylt, der bleibt: Women’s Surf Day am 4. Juli 2026

Es gibt Tage, die riechen nach Salzwasser, nach Sonnencreme und nach dem Gefühl, etwas Neues gewagt zu haben. Der Women’s Surf Day des Surf Club Sylt könnte so ein Tag werden. Am 4. Juli 2026 versammelt der Verein in Westerland Frauen ab 14 Jahren rund ums Surfbrett – für ein Programm, das mehr ist als ein Sportkurs.

Yoga am Morgen mit Annika Laborenz – langsam ankommen, den Wind spüren, den Körper wecken. Dann der Wechsel vom Strand ins Wasser: ein angeleiteter Surfkurs, bei dem es nicht ums Performen geht, sondern ums Ausprobieren. Rund 20 Frauen teilen diese Erfahrung, manche zum ersten Mal auf einem Brett, andere mit ein bisschen Übung im Gepäck. Sylterinnen und Festlandsgäste – alle willkommen.

Snacks kommen von Edeka Gehrke. Hunger nach dem Surfen? Ulf Dörge kümmert sich um ein vegetarisches Mittagessen im Clubhaus des SCS. Danach bleibt Zeit zum Reden, Fragen stellen, den Tag sacken lassen. Abschluss ist ein Rundgang durch das Surfmuseum im ehemaligen Casino beim Rathaus Westerland – Geschichte zum Anfassen, Inspiration für alle, die das Wellenreiten gerade erst entdecken.

Hinter dem Tag steckt ehrenamtliches Engagement des Surf Club Sylt, der sich für Surfkultur, Nachwuchs und Naturschutz auf der Insel einsetzt. Mitmachen kostet 35 Euro Spendenbeitrag. Anmeldung: info@surfclubsylt.de.

Samstag, 4. Juli 2026 · Surf Club Sylt e.V. · Westerland · Sylt

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Midsommar auf Sylt: Feuer, Fackeln und die kürzeste Nacht des Jahres in Hörnum

Es gibt Abende auf Sylt, die man nicht plant – man erlebt sie einfach. Der Abend der Sommersonnenwende in Hörnum ist so einer. Heute, am 20. Juni 2026, brennen Fackeln an der Südspitze der Insel. Der Sylter Catamaran Club lädt zur Mittsommernacht, und das Utkieker Café & Bar wird zur Midsommar-Bühne am Watt.

Feuer an der Südspitze: der Fackelzug beginnt um 20 Uhr

Startpunkt ist die Ecke Süderende/Odde-Weg um 20 Uhr. Von dort geht es zu Fuß um die Südspitze Sylts – am Leuchtturm Hörnum vorbei, mit Nordsee auf beiden Seiten. Fackeln können direkt dort gekauft werden, die Feuerwehr sorgt für das erste Feuer. Eintritt frei.

Midsommar-Party im Utkieker ab 20:30 Uhr

Ab 20:30 Uhr steigt die Party im Utkieker Café & Bar des Sylter Catamaran Clubs direkt am Hafen – Strandfeuer, Musik, Drinks, weiter Blick aufs Watt. Einer der schönsten Aussichtspunkte der ganzen Insel, heute Nacht verwandelt in eine Midsommar-Bühne.

Hörnum zur Sonnenwende: ein Ort wie gemacht

Hörnum ist das stille Ende der Insel. Kein Trubel – nur Leuchtturm, Hafen und Meer. Auf dem 55. Breitengrad, dieselbe Linie wie Kopenhagen und Göteborg, wird die Sonnenwende spürbar: Das Licht bleibt. Die Nacht bleibt hell. Wer das einmal erlebt, kommt wieder.

📍 Fackelzug: Ecke Süderende/Odde-Weg, Hörnum · 20 Uhr · freier Eintritt
📍 Mittsommerparty: Utkieker Café & Bar, Sylter Catamaran Club · ab 20:30 Uhr

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Buchtipp: Söl. Ich. – Ein Geständnis der Insel Sylt von Alex Lenz. 99 Orte auf Sylt. 19,90 Euro auf sylt1shop.de.

Midsommar auf Sylt: Feuer, Fackeln und die kürzeste Nacht des Jahres in Hörnum

Es gibt Abende auf Sylt, die man nicht plant – man erlebt sie einfach. Der Abend der Sommersonnenwende in Hörnum ist so einer. Heute, am 20. Juni 2026, brennen Fackeln an der Südspitze der Insel. Der Sylter Catamaran Club lädt zur Mittsommernacht, und das Utkieker Café & Bar wird zur Midsommar-Bühne am Watt.

Feuer an der Südspitze: der Fackelzug beginnt um 20 Uhr

Startpunkt ist die Ecke Süderende/Odde-Weg um 20 Uhr. Von dort geht es zu Fuß um die Südspitze Sylts – am Leuchtturm Hörnum vorbei, mit Nordsee auf beiden Seiten. Ein Erlebnis, das man nicht vergisst. Fackeln können direkt dort gekauft werden, die Feuerwehr sorgt für das erste Feuer. Eintritt frei.

Dann: Midsommar-Party im Utkieker

Ab 20:30 Uhr steigt die Party im Utkieker Café & Bar des Sylter Catamaran Clubs. Wer dort noch nie war: Das Utkieker liegt direkt am Hafen Hörnum, mit weitem Blick aufs Watt – einer der schönsten Aussichtspunkte der ganzen Insel. Heute Abend: Strandfeuer, gute Musik, kalte Drinks, warme Luft.

Hörnum zur Sonnenwende: ein Ort wie gemacht

Hörnum ist das stille Ende der Insel. Keine Promenade, kein Trubel – nur Leuchtturm, Hafen und Meer. Genau hier, an der schmalsten Stelle Sylts, zieht die Nacht der Sommersonnenwende besonders langsam auf. Das Licht bleibt. Die Stimmung auch. Wer das einmal erlebt hat, kommt wieder.

📍 Fackelzug: Ecke Süderende/Odde-Weg, Hörnum · 20 Uhr · freier Eintritt
📍 Mittsommerparty: Utkieker Café & Bar, Sylter Catamaran Club · ab 20:30 Uhr

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Surfen auf Sylt: Vom Sunset Beach bis Hörnum – alle Surfschulen der Insel im Überblick

Sylt – Die Nordseeküste ist rau, wechselhaft und gerade deshalb ein Magnet für alle, die das Meer wirklich spüren wollen. Nirgendwo in Deutschland ist das intensiver als an der Westküste Sylts – und nirgendwo auf Sylt intensiver als am Sunset Beach in Westerland. Hier betreibt das Duotone Pro Center seit 1987 eine der ältesten und bekanntesten Surfschulen Deutschlands. Was einst als kleine Westerländer Surfschule begann, ist heute ein Zentrum für Wellenreiten, Kitesurfen, Windsurfen, Wingfoilen, SUP und das neueste Kapitel: das eFoil.

Sunset Beach: Weltcup-Bühne und Surf-Klassenzimmer zugleich

Was den Sunset Beach so besonders macht, ist die Topografie: Zwei Flunderbuhnen und vorgelagerte Sandbänke formen eine Wellenstruktur, die an der deutschen Küste einzigartig ist. Diese natürliche Bühne zieht nicht nur Anfänger an – hier finden der GKA Kitesurf World Cup und der PWA Windsurf World Cup statt. Weltelite surft hier vor der Strandbar. Das Duotone Pro Center ist das einzige seiner Art in Deutschland und bietet das komplette Programm: von den ersten Wackelmomenten auf dem Board bis zum Privattraining auf Profiniveau.

Alle Surfschulen auf Sylt – ein Überblick von Nord bis Süd

Sylt ist mit fast 100 Küstenkilometern das vielfältigste Surf-Revier Deutschlands. Die Schulen verteilen sich über die gesamte Insel und bieten für jeden Anspruch das Richtige:

  • List (Norden): Waves and Wind – alle Disziplinen am ruhigeren Wattenmeer, perfekt für erste Schritte
  • Munkmarsch: Syltsurfing – Wellenreiten und Windsurfen in ruhiger Lage
  • Westerland: Duotone Pro Center / Surfschule Westerland am Sunset Beach – die bekannteste Adresse
  • Westerland: Surfhouse Sylt – Kids-Sommercamps und Einsteigerkurse
  • Wenningstedt: Surfschule Wenningstedt + Südkap Surfing
  • Rantum: Surfschule Sylt – Ride On + Meerspass am Dorfhotel Rantum
  • Hörnum (Süden): Curlys Surfschule + Norden Surfboards (Angelo Schmitt) – familiär und authentisch

Wellenreiten, eFoil & Co: was Sylt im Sommer 2026 bietet

Wellenreiten bleibt das Herz des Sylter Wassersports – zeitlos, körperlich, faszinierend. Daneben wächst das Angebot: Das eFoil – ein elektrisches Hydrofoil-Board, das lautlos über das Wasser gleitet – ist mittlerweile an mehreren Schulen buchbar und erfordert erstaunlich wenig Vorkenntnisse. Wer schon surft, kitet oder windsurft, findet in Wingfoilen das nächste Level. Und wer einfach auf dem Wasser stehen möchte, ohne viel Technik – der greift zum SUP-Board. Für jeden ist etwas dabei.

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📍 Sunset Beach / Duotone Pro Center, Brandenburger Str. 15, Westerland auf Sylt · Saison April bis Oktober

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Wenn das Meer zur Falle wird: Unterströmungen vor Sylt erklärt

Sylt – Wer an einem heißen Sommertag ins Wasser springt, denkt an Abkühlung und Freiheit. Was kaum jemand sieht: Direkt unter der Oberfläche können Kräfte wirken, die selbst geübte Schwimmer in Sekunden in ernste Gefahr bringen. Unterströmungen – auf Sylt auch „Trecker“ genannt – sind eine der tückischsten Gefahren der Nordseeküste. Sie entstehen lautlos, sind kaum zu erkennen und können einen Menschen weit aufs offene Meer ziehen, bevor er überhaupt reagieren kann.

Wie entsteht eine Unterströmung?

Wenn Wellen Wasser an den Strand drücken, sucht dieses Wasser einen Rückweg ins Meer. Da der Strand keine gleichmäßige Abflussfläche bietet, bündelt sich das Wasser in natürlichen Rinnen zwischen Sandbänken zu einem schmalen, seewärts gerichteten Strömungskanal – manchmal überraschend schnell, immer unsichtbar für das ungeübte Auge. Das Tückische: Solche Rinnen bilden sich bevorzugt genau dort, wo der Strand flach und ruhig wirkt. Ein einziger Sturm reicht, um den Meeresboden neu zu formen und an einer gestern noch sicheren Stelle eine neue Gefahrenzone zu schaffen.

Gefahrenstellen auf Sylt kennen

Am nördlichsten Punkt der Insel – dem Ellenbogen bei List – entstehen durch die Gezeiten teils extreme Strömungen. Baden ist dort an vielen Abschnitten offiziell verboten. Doch auch entlang der Westküste können Trecker jederzeit entstehen. Hinzu kommen versteckte Buhnenreste unter Wasser sowie ablandiger Wind, der Luftmatratzen und Badespielzeug innerhalb weniger Minuten weit aufs offene Meer treiben kann.

Flaggen lesen – und ernst nehmen

An bewachten Stränden zeigen Flaggen die Lage: Rot-gelb bedeutet DLRG im Dienst. Eine zusätzliche gelbe Flagge warnt – Kinder und unerfahrene Schwimmer sollten das Wasser meiden. Rote Flagge bedeutet Badeverbot für alle, ausnahmslos. Wer außerhalb bewachter Bereiche schwimmt, trägt die volle Eigenverantwortung.

Das richtige Verhalten in einer Strömung

Die wichtigste Regel: Nicht gegen die Strömung ankämpfen. Sie ist stärker als jeder Schwimmer. Stattdessen Ruhe bewahren, sich treiben lassen und parallel zur Küste schwimmen, bis man den schmalen Strömungskanal verlässt – dann in einem Bogen zurück an den Strand. Wer zu erschöpft ist: Wasser treten, Arme heben, rufen und auf sich aufmerksam machen.

Selbstüberschätzung ist die größte Gefahr

Die meisten Badeunfälle passieren nicht durch das Meer allein, sondern durch falsche Selbsteinschätzung. Wer überhitzt, hungrig und durstig ins Wasser geht, wer zu weit hinausschwimmt oder Kinder aus den Augen lässt, schafft Situationen, in denen eine Unterströmung zur tödlichen Falle wird. Das Nordsee-Meer ist kein Freibad – wer es respektiert und seine Regeln kennt, kann es sicher und unvergesslich genießen. Mehr Sylt-News täglich auf sylt1.tv, sylttv.de und sylt-tv.de.

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